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Willkommen in der
Blütenstadt Werder (Havel)
Staatlich anerkannter Erholungsort
www.werder-havel.de
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Zahlen und Fakten
Südwestlich von Berlin und Potsdam liegt die Stadt Werder (Havel). Der Name bedeutet "von Wasser umflossener Ort", und auf einer Insel in der Havel befindet sich Werders Altstadt. Die gesammte Stadt ist von so vielen Gewässern umgeben, dass sie ihrerseits fast wie eine Insel erscheint.
Werder mit seinen Ortsteilen Petzow, Phöben, Kemnitz, Glindow, Bliesendorf, Plötzin/ Plessow, Töplitz und Derwitz hatte am 01.01.2008 ca. 23.000 Einwohner. Erreichbar ist Werder über die Autobahnabfahrten Glindow (25), Groß Kreutz (24) und Phöben (23), über die B1, mit dem Regionalexpress halbstündlich aus Berlin und Brandenburg sowie auf dem Wasserweg.
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Zu Werders Geschichte
Wie Bodenfunde beweisen, war diese von der Eiszeit geformte Landschaft bereits vor etwa 10.000 Jahren besiedelt.
Während der Völkerwanderung in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts kamen slawische Stämme in das Havelland und vermischten sich mit den hier seit der Zeitenwende ansässigen Germanen. Eine der etwa 150 Siedlungen der Heveller befand sich am Großen Zernsee. Von hier zogen sie sich in den unruhigen Zeiten des 10. Jahrhunderts auf die schwer zugängliche und daher sichere Insel zurück.
Anfang des 12. Jahrhunderts wurde die Insel von Markgraf Albrecht dem Bären an den Ritter Sloteke aus Geltow verschenkt.
1317 forderte ein Nachfolger Albrechts, Markgraf Waldemar, von einem Nachkommen Slotekes, die Insel an das 1180 gegründete Zisterzienserkloster Lehnin zu verkaufen - für 244 Mark brandenburgisch Silber. Die Urkunden über diesen Verkauf enthalten die erste Erwähnung Werders als "oppidum" (Stadt).
Nicht erwähnt wird hier der Weinbau in Werder, so dass zu vermuten ist, die Lehniner Mönche veranlassten die Werderschen Fischer erst zu Beginn des 14. Jahrhunderts zur Anlage von Rebflächen.
Der Weinbau wurde zu einer wichtigen Erwerbsquelle der Werderschen. In seiner Blütezeit gab es in und um Werder 240 Weinberge. Als im 18. Jahrhundert der Weinbau aus verschiedenen Gründen zurückging, wurden die Flächen für den Anbau von Obst genutzt. In Potsdam und Berlin boten sich gute Absatzmöglichkeiten und Werder wurde als Obststadt bekannt.
Die Stadt, die bereits 1459 von Friedrich II. das Privileg für zwei Jahrmärkte erhalten hatte, wurde nach der Säkularisierung des Klosters Lehnin 1542 Mediatstadt. Eine eigene Polizei- und Finanzverwaltung erhielt sie erst 1782.
Zur Entwicklung der Stadt im 18. Jahrhundert trug nicht unwesentlich der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. bei, als er wegen des auf der Insel stationierten Militärs - zu dem auch "Lange Kerls" gehörten - die Brücke an der Westseite der Insel ausbauen ließ. Auch die Pflasterung der Straßen veranlasste er, nachdem er mit seiner Kutsche in einer der morastigen Gassen steckengeblieben war. Über Werder verlief nun - mit einer Kahnüberfahrt an der Ostseite der Insel - ein wichtiger Verbindungsweg von und nach Potsdam.
Zu der Fischerei, dem Wein- und dem Gartenbau kamen mehrere Brauereien und Ziegeleien. In den Gründerjahren Ende des 19. Jahrhunderts wurden jährlich ca. 30 Millionen Ziegel im Gebiet von Werder produziert und vorwiegend auf dem Wasserweg nach Potsdam und Berlin geliefert. Als in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts die Tonvorkommen erschöpft waren und die Ziegelproduktion zurück ging, entstand ein neuer Produktionszweig: die Obstverarbeitung. Auch einige Industriebetriebe siedelten sich an.
In dieser Zeit wuchs die Stadt über die Insel hinaus. Hatten zunächst einige Wein- und Obstbauern auf ihren an den Ausfallstraßen gelegenen Grundstücken Wohnhäuser gebaut, so wurde ab 1889 die Vorstadtbebauung kommunal geregelt. Zum Mittelpunkt der Stadt wurden um 1900 die großen Jugendstilhäuser mit Wohnungen und Geschäften an der Straße Unter den Linden.
Der damalige Bürgermeister Franz Dümichen veranlasste u.a. den Ausbau der Straßen, die Inbetriebnahme der Pferdebahn sowie den Bau des für die Bewässerung der Anbauflächen so wichtigen Wasserwerkes am Plessower See.
Im Norden der Stadt entstand in den 30er Jahren ein Flugplatz für die Fliegerschule in Wildpark-West, der nach 1945 von sowjetischen Truppen genutzt wurde. Nach deren Abzug wurde das Areal "Havelauen" zum größten Wohn- und Gewerbesiedlungsgebiet der Stadt Werder.
Der Obstanbau hat bis heute seine Bedeutung für Werder behalten. In der DDR war hier das Zentrum des Havelländischen Obstanbaugebietes, in dem fünf große Obst- und Gemüseanbaugenossenschaften ca. 12.000 ha bewirtschafteten. Nach 1989 wurden die Genossenschaften aufgelöst und übereilt etwa 4.000 ha Obstplantagen abgeholzt. Heute werden diese Flächen nach und nach, unter Vermeidung der bei den Großanlagen gemachten Fehler, wieder für den Obstbau genutzt.
In jedem Frühjahr erfreuen sich tausende von Gästen an den blühenden Bäumen, viele kommen zu Erntezeit als "Selbstpflücker" wieder her und so mancher entdeckt Werder als Ferienort.
Die Zahl der Urlauber und der vom Tourismusbüro betreuten Tagesgäste steigt ständig an. Seit dem 27.11.2002 ist Werder (Havel) ein staatlich anerkannter Erholungsort, mit dem Schwerpunkt "Erholung auf dem Wasser".
Quelle: Stadt Werder (Havel)
Fotos: Christian Zube
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